Die Waffen

Gewehr G3

Das Gewehr G3 ist ein automatischer Rückstoßlader mit Rollenverschluss im Kaliber 7,62 x 51 mm. Die Waffe wird zum Bekämpfen von Zielen bis zu einer Entfernung von 300 Meter eingesetzt. Ist sie mit einem Zielfernrohr bestückt, können Ziele bis zu einer Entfernung von 600 Meter bekämpft werden. Mit dem G3 werden gezieltes Einzelfeuer oder kurze Feuerstöße abgegeben. Das Gewehr G3 befindet sich bei allen Truppenteilen des Heeres im Einsatz, 1997 begann man damit die Waffe durch das Gewehr G36 zu ersetzen, einem Gasdrucklader im Kaliber 5,56 x 45 mm.

Gewehr G22

Das Scharfschützengewehr G22 ist ein Scharfschützengewehr mit aufmontiertem Zielfernrohr mit variabler Vergrößerung (3- bis 12-fach) zur Bekämpfung von Zielen bis 800 m.Zur Bedienung werden zwei Mann benötigt, die sich aus einem Scharfschützen und einem Beobachter zusammensetzen. Der Schaft (Kunststoff) verfügt über eine klappbare Schulterstütze, wobei die Gesamtlänge der Waffe auf 99 cm verminderbar ist. In der Schulterstütze befindet sich desweiteren ein Erdsporn für eine stabile 3-Punktauflage.

Gewehr G36

Das Sturmgewehr G36 ist ein automatischer Gasdrucklader mit Drehkopfverschluss im Kaliber 5,56 x 45 mm mit dem Einzelfeuer und Feuerstöße abgegeben werden können. Alle wesentlichen Bauteile des Gewehrs mit Ausnahme des Rohres und des Verschlusses werden aus einem hochwertigen schwarzen Kunststoff gefertigt. Die Schulterstütze der Waffe ist klappbar. Neben einem Refelxvisier verfügt das G36 noch über ein optisches Visier mit dreifacher Vergrößerung. Diese Kombination erlaubt es einem mit dem G36 bewaffneten Schützen überraschend auftauchende Ziele reaktionsschnell in kürzester Zeit sicher zu bekämpfen sowie Ziele in größerer Entfernung mit hoher Treffsicherheit auszuschalten. Die Handfeuerwaffe befindet sich bei allen Truppenteilen des Heeres im Einsatz. Varianten der Waffe wie das G36K A2 werden von den spezialisierten Kräften und den Spezialkräften eingesetzt.

Maschinenpistole MP2

Die Maschinenpistole MP2 ist ein offen schießender automatischer Rückstoßlader im Kaliber 9 x 19 mm. Sie wird zum Bekämpfen von Zielen im Nahbereich bis zu einer Entfernung von 100 m eingesetzt. Mit der Maschinenpistole kann wahlweise Einzellfeuer oder Feuerstöße geschossen werden. Die MP2 dient unter anderem als Bewaffnung für Besatzungen gepanzerter Fahrzeuge, zum Beispiel des Kampfpanzers Leopard 2A6.

Maschinenpistole MP5

Die Maschinenpistole MP5 ist ein automatischer Rückstoßlader mit Rollenverschluss im Kaliber 9 x 19 mm. Die Waffe wird zum Bekämpfen von Zielen im Nahbereich bis 100 m eingesetzt. Mit ihr können gezieltes Einzelfeuer oder kurze Feuerstöße geschossen werden. Die Maschinenpistole MP5 befindet sich in verschiedenen Varianten bei den spezialisierten Kräften und den Spezialkräften des Heeres im Einsatz.

Maschinenpistole MP7

Die Maschinenpistole MP7 A1 ist eine hochmoderne Nahbereichswaffe im Kaliber 4,6 x 30 mm. Mit dem automatischen Gasdrucklader können gezieltes Einzelfeuer und kurze Feuerstöße geschossen werden. Die beidseitig bedienbare Maschinenpistole wird zur Bekämpfung von Zielen bis zu einer Entfernung von 150 m eingesetzt. Zum Zielen dient ein Reflexvisier. Die Schulterstütze der Waffe kann eingeschoben werden. Bei den Einheiten des Heeres löst die MP7 A1 die MP2 und MP2A1 ab und kommt unter anderem als Bewaffnung für Fahrzeugbesatzungen sowie Gruppen- und Zugführer zum Einsatz. Die MP7 A1 gehört zur Ausstattung des Gruppenführers der Infanteriegruppe.

 

Maschinengewehr MG3

Das Maschinengewehr MG3 ist ein vollautomatischer Rückstoßlader im Kaliber 7,62 x 51 mm, mit dem gegurtete Munition verschossen wird. Das MG3 fungiert als „schwere“ Waffe der Gruppe mit der Einzel-, Gruppen- und Flugziele auch auf größere Entfernung effektiv bekämpft werden können. Mit dem MG3 werden ausschließlich Feuerstöße geschossen. Maschinengewehre vom Typ MG3 befinden sich bei fast allen Einheiten des Deutschen Heeres im Einsatz. Außer in der Version mit Zweibein für den abgesessenen Kampf findet das MG3 auch Verwendung als Fliegerabwehrmaschinengewehr auf Drehring- und Freirichtlafetten von Fahrzeugen, als koaxiales Blenden-MG bei Kampfpanzern und in Waffenstationen sowie als Türwaffe beim mittleren Transporthubschrauber CH-53.

 

Maschinengewehr MG4

Das Maschinengewehr MG4 ist ein leichtes Maschinengewehr im Kaliber 5,56 x 45 mm mit dem gegurtete Munition verschossen wird. Bei der Handfeuerwaffe handelt es sich um einen vollautomatschen Gasdrucklader mit Drehkopfverschluss. Mit dem Maschinengewehr MG4 werden Feuerstöße abgegeben. Das MG4 wird zum Bekämpfen von Einzel- und Gruppenzielen bis zu einer Entfernung von 1.000 m eingesetzt. Die Waffe wurde im Rahmen des Programms „Infanterist der Zukunft“ beschafft und ersetzt bei den Infanterietruppenteilen des Heeres auf Gruppenebene das Maschinengewehr MG3 im abgesessenen Einsatz. Verfügten die Gruppen früher über ein MG3 im Kaliber 7,62 x 51 mm so werden sie zukünftig mit zwei MG4 im Kaliber 5,56 x 45 mm ausgestattet sein.

 

Granatpistole 40 mm AG-40-1A1

Die Granatpistole 40 mm AG40-1A1 ist ein Einzellader mit Kipprohrverschluss, mit dem Patronen im Kaliber 40 x 46 mm verschossen werden. Mit ihr können Einzelziele und Gruppen von Zielen auch hinter Deckungen bis zu einer Entfernung von 350 m mit Spreng-Splitter-, Hohlladungs-, Aufschlags-Impuls- und Reizstoffmunition bekämpft werden. Die Granatpistole 40 mm AG40-1A1 befindet sich bei den Infanteriekräften und anderen Kampftruppen des Heeres im Einsatz. Sie wird von einem Soldaten als Sekundärwaffe, zusätzlich zu seinem Gewehr oder einer anderen Waffe geführt.

 

Pistole P8

Die halbautomatische Double-Action Selbstladepistole P8 im Kaliber 9 x 19 mm dient zur Selbstverteidigung im Nahkampf. Mit ihr wird gezieltes Einzelfeuer abgegeben. Die P8 ist für Links- wie Rechtsschützen geeignet, der Patronenauswurf erfolgt nach rechts. Das Griffstück der Pistole wird aus einem recyclingfähigen Kompositmaterial auf Poliamid-Basis gefertigt. Die P8 kommt unter anderen als Zweitbewaffnung zum Beispiel von Maschinengewehrschützen und Scharfschützen zum Einsatz und wird vom Führungs- und Sanitätspersonal zum Selbstschutz geführt. Die Waffe ist im Bestand von fast allen Einheiten des Heeres. Bei den spezialisierten Kräften und den Spezialkräften des Heeres befinden sich P8 im Einsatz, die mit dem Laserlichtmodul 01 (LLM01) bestückt wurden und mit einem Schalldämpfer bestückt werden können.

 

Signalpistole SIG P2A1

Die Signalpistole SIG P2A1 dient zum Verschießen von Leucht- und Signalmunition sowie von Rauch- und Knallpatronen im Kaliber 26,5 mm. Mit dem Einzellader mit Kipprohr können Patronen mit verschiedenen Längen verschossen werden. Die einschüssige Waffe befindet sich bei fast allen Truppenteilen des Heeres im Einsatz und gehört unter anderem zur Ausstattung von Gruppen- und Zugführern. Durch den Verschuss von Signalpatronen können Positionen markiert, das Gefechtsfeld beleuchtet oder die Ausführung vorher gegebener Befehle eingeleitet werden.

 


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